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: Bühnen :: „Die Melancholie bleibt immer da“ :
Sie ist Jazzmusikerin, Schauspielerin und Sängerin: Pascal von Wroblewsky. Im Rahmen des Cultoursommers kommt sie am 01. August nach Halle. "In A Latin Mood" heißt das Programm, es gibt einen schönen Latin-Rausch und eine Band im Brasil-Fieber. Mathias Schulze hat Pascal von Wroblewsky in Leipzig getroffen.

Text: Mathias Schulze; Bild: Anton Bogomolov

Wann immer man Frau von Wroblewsky zum Gespräch bittet: Immer geht der Blick ins Weite, immer ist da dieses pulsierende Suchen nach künstlerischen Möglichkeiten, immer dieses Insistieren auf Chancen. 1987 hat es die „Goldene Amiga" für ihr Debütalbum „Swinging Pool" gegeben. Ein Album, das 2012 noch einmal neu als CD aufgelegt wurde. Heute, etliche freiberufliche Erfahrungen später, liegt die Amiga-Auszeichnung, Wroblewsky nennt sie einen „Edelstahlklops mit zwei Plexiglasscheiben und Murmeln aus dem Westen", im verstaubten Keller einer ehemaligen Liebschaft. 

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Wroblewsky lebt in der Gegenwart, dort definiert sie sich als „europäischer Mischling". Und klar, die Anfänge ihrer Karriere hat sie nicht vergessen, da gab es die Entspannungspolitik kurz vor 1989: „Den Jazz hab’ ich in den 80er Jahren ohne Klassenfeindattitüde vortragen können." Die kulturpolitische Situation hatte sich gelockert. „Damals bin ich in ein gemachtes Nest gekommen. Überall sind wir hingefahren. Bibliotheken, Theater, Kulturhäuser. Arbeiter und Intellektuelle. Aber man spürte, dass bald alles auseinanderbricht."

Signifikante Nachwende-Erfahrungen? Wroblewsky lacht laut in den blauen Himmel hinein: „Ich hab’ ein paar Sachen dazulernen müssen. Formalen Kram, Steuern und Versicherungen. Manch ein westdeutscher Kollege dachte damals, mir etwas beibringen zu müssen. Das hatte ich aber alles schon drauf."

Unlängst hat sie in Leipzig ihr wunderbares Album „Seventies Songbook" vorgestellt. Geschmeidig und sanft hat sie dabei Klassiker von Janis Joplin, Deep Purple, Bob Marley, The Doors und Donny McLean in einen wohligen Jazz- Sound gehüllt. An dem Album hat sie zusammen mit Jürgen Heckel, Peter Michailow und Pepe Berns sieben Jahre gearbeitet, meistens nachts.

Wroblewsky steht für Professionalität, für spielfreudige Experimente, für das Wagnis fast 35-jähriger Freiberuflichkeit: Big-Bands, Orchester, Filmmusiken. Gospel, Klassik, Punk, Heavy Metal. Es scheint, als würde Wroblewskys Naturell nur in diesen Taktwechseln zur Gelassenheit finden. „Ich muss mich immer weiter ausprobieren", sagt sie.

Das Ausprobieren. Jetzt kommt sie zusammen mit ihrer Band und Gastmusikern mit Latinsongs nach Halle. Was man dazu vorab wissen sollte, formuliert Pascal von Wroblewsky abschließend so: „Unsere Helden in den 80er Jahren waren beispielsweise Santana, George Duke, Sergio Mendes oder Djavan. Und wir haben damals mit Bajazzo viel Latin gespielt, Jürgen Heckel schrieb selbst tolle Songs. Wir hatten richtig Bock drauf, das Zeug wieder aus dem Keller zu holen und zu spielen! Wer dazu nicht tanzen muss, ist selbst schuld!"

Pascal von Wroblewsky – In A Latin Mood, 1. August, Hof des Neuen Theaters, 20 Uhr, Tickets: www.cultoursommer.de


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